Mittwoch, 21. September 2011

Ohne Worte.

Achtung. Die nächste Zeilen werden nur so triefen vor mieser Laune, Pessimismus und Hoffnungslosigkeit. Wem das zu viel ist, der sollte lieber zum nächsten Blog scrollen.
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Montag war unsere Küche zugesperrt. War ja klar, dass es irgendwann so kommen musste. Wir haben ein paar richtige Ferkel auf der Etage, die jedes Mal auf's Neue die Küche bis zum geht-nicht-mehr einsauen und dann ihren Müll liegen lassen. Die Putzfrau hat dann ein Schild angebracht, dass, wenn es so weiter geht, die Küche geschlossen wird. Hat aber allem Anschein nach niemanden interessiert. Am Sonntag war's dann am schlimmsten. Überall lagen Müll und Essensreste rum und die Herdplatten sahen aus, als hätte jemand versucht, direkt darauf ein Ei zu braten. Montag kam dann, was kommen musste: die Küche war zugeschlossen und ein Müllsack mit dem Wenn-ihr-die-Küche-weiter-so-hinterlasst...-Zettel stand davor. Die im vierten Stock war auch abgesperrt und die in der dritten Etage funktioniert normalerweise nicht, wie ich von zwei Italienerinnen erfahren durfte. Wir hatten also nur noch vier Herdplatten für knapp 150 Leute. Da bin ich fast ausgerastet. Ich meine, was soll denn das? Für sowas hab ich nicht unterschrieben. Mein Tinchen hat gesagt, ich scheine, als würde ich mich wohlfühlen, wenn man meinen Blog so liest. So ist es leider gar nicht. Ich krieg hier echt die Krise. Punkt eins ist das sogenannte "Bad". In der WH-Beschreibung steht, es sind pro Etage vier Toiletten sowie vier Duschen vorhanden. In Wahrheit sind es aber nur jeweils zwei. Dann die Sache mit dem Schimmel im Nachbarzimmer, um den sich niemand schert. Die Waschbecken im Zimmer kann man hin- und herschieben und bei mir läuft das Wasser kaum ab. Außerdem stinkt's manchmal aus dem Abfluss, als würde mein Nachbar in sein Waschbecken pinkeln. Die Heizung ist noch nicht angestellt, obwohl es nachts und morgens immer schweinekalt ist und die Fenster alles andere als abgedichtet sind. Bei mir schält sich die Tapete von der Decke und Fine hat einen Kühlschrank, bei dem innen braunes Zeug runterläuft und die Putze meinte nur, das sei normal, wenn der an ist, sie hätte keinen neuen und sie solle halt ihre Lebensmittel nicht bis ganz nach hinten schieben. Die Waschmaschinen machen gelbe Flecken und die Trockner bringen die Wäsche nur von "klatschnass" auf "nass". Gestern wollte Fine auf Toilette und ist an den zwei Putzen vorbei, die ihr hinterhergekichert und -getuschelt haben. In der Kabine, hat sie gesagt, sah es aus, als hätte jemand sein Stoffwechselendprodukt genommen und damit alles, was mit Toilette zu tun hat, vollgeschmiert. Sie ist rückwärts wieder raus. Überall auf den Fluren wird geraucht, obwohl draußen dransteht, dass man dann Strafe zahlen muss. Interessiert keinen. Selbst die Putzen halten sich nicht dran. Es ist einfahc nur zum kotzen.
Das allerschlimmste ist aber, dass ich mir bei den anderen Hilfe holen wollte, damit wir mal was unternehmen können, wenigstens beim Accueil beschweren, aber die meinten nur, man müsse sich halt damit abfinden, das ist jetzt halt so und ob man da zu sechst oder alleine aufmarschiert, mache ja auch keinen Unterschied. Wie kann man nur so denken und sich damit abfinden?
Ich meine, das ist doch demütigend hier, das ist keine schöne Wohnumgebung, in der man vernünftig leben und lernen kann. Das ist einfach nur widerlich und ich finde es schrecklich, auf was für ein Niveau die Studenten hier dadurch runtergestuft werden.
Es ist so schrecklich, ich bin froh, dass ich am Wochenende nach Deutschland fahr, ganz ehrlich.
Wenigstens war heute wieder die Küche offen. Immerhin EIN Lichtblick. :/

Gut, ich glaube, ich hab jetzt genug Depri-Stimmung verbreitet.
Hab euch trotzdem lieb.

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